Gorah Elephant Camp


Elefanten vor der Veranda, Warzenschweine als Nachbarn. Das Gorah Elephant Camp im südafrikanischen Addo Elephant National Park zelebriert den authentischen Safari-Style vergangener Jahrhunderte auf luxuriöse Weise.

Das Geräusch, das mich morgens um fünf aus dem Schlaf reißt, ist mir nicht vertraut, dennoch weiß ich sofort, was es ist:
Es ist das Rufen einer Hyäne, ein bellendes Lachen. Nur die dünne Stoffwand meines Safarizelts trennt mich von der südafrikanischen Wildnis. Ein aufregendes Gefühl. Einschlafen kann ich jetzt nicht mehr. Macht auch keinen Sinn, denn um halb sieben beginnt die erste Pirschfahrt, der sogenannte „Game Drive“. Hier im Gorah Elephant Camp, nur eine gute Fahrstunde von Port Elizabeth entfernt, sorgen wildniserprobte Profis für die Sicherheit der Gäste. Keine Frage, ich fühle mich gut aufgehoben. Wie sollte ich auch anders. Die Kulisse ist schlicht atemberaubend.

ELEFANTEN VOR DER VERANDA

Das Fünf-Sterne-Hideaway, das zu den renommierten Hunter Hotels gehört, verfügt über gerade mal elf Gästezelte. Das luxuriöse Safari Camp erhielt als erste Lodge eine Privatkonzession innerhalb des malariafreien Addo National Parks.  Keine Zäune, keine Gräben trennen die Tiere von den Gästen. Während man auf der Terrasse des geschichtsträchtigen Haupthauses, das Gorah House wurde 1856 errichtet, unmittelbar am Wasserloch sein Frühstück einnimmt, kommen Zebras, Antilopen und viele andere Wildtiere vorbei, um ihren Durst zu stillen. Die Warzenschweine sind hier Stammgäste und leisten ganz nebenbei gute Dienste als niedliche Rasenmäher. Hyänen und Kap-Büffel plantschen im  Wasser, Elefanten wagen sich bis ans Zelt heran. Selbst Löwen lassen sich hin und wieder blicken. Ich könnte hier stundenlang sitzen. Entspannender als jede Mediation, informativer als jede Tier-Doku.

SAFARI IN STYLE

Die eigentlichen Highlights im Gorah Elephant Camp sind die etwa dreistündigen Game Drives im offenen Geländewagen. Morgens und abends wird mit maximal sechs Gästen der drittgrößte Nationalpark Südafrikas erkundet. Auch die berühmten Big Five - Elefant, Löwe, Leopard, Büffel und Nashorn - sind im Addo Elephant Park präsent. Doch die Chance, alle zu sehen, ist eher gering. Immerhin ist der Park etwa 180000 Hektar groß, und man muss viel Glück haben, um Löwe und Co zu entdecken – und natürlich erfahrene Ranger, die das Gelände wie ihre Westentasche kennen. Mich begeistern vor allem unsere Begegnungen mit den grauen Riesen. Ich weiß ja, dass der Addo Nationalpark weltweit über die dichteste Elefantenpopulation verfügt. Aber das hier ist einfach unglaublich. Oft treffen gleich mehrere Herden gleichzeitig am Wasserloch ein, und man hat das Glück, über 100 Tiere gleichzeitig zu beobachten. Es ist erstaunlich, dass so große Tiere hinter einem kleinen Busch geradezu unsichtbar werden. Kein Wunder, dass die Dickhäuter auch als „Grey Ghosts“ bezeichnet werden. Auf meine Frage, ob Elefanten auch mal einen Wagen attackieren, antwortet mir Corny unser Ranger mit einem Grinsen: „Eigentlich nicht. Aber es kann hier und da mal zu Scheinangriffen  kommen, die kann aber jeder Ranger sehr gut einschätzen. Wichtig ist, dass die Gäste ruhig bleiben.“ Wir fahren, immer noch berauscht von unseren Erlebnissen, zurück ins Camp. Dort angekommen, dürfen wir uns bei einem exzellenten Lunch stärken. Gourmets werden hier mitten im Busch mit erlesener Kulinarik verwöhnt.

Etwas Zeit bis zum nächsten Game Drive am Nachmittag bleibt mir noch. Ich mache es mir auf der Veranda meines Luxuszelts gemütlich. Der Ausblick  ist genial, meine Unterkunft ist es auch. Von außen schlicht, innen sehr exklusiv im Kolonialstil. Fernseher und Musikanlage findet man nicht. Vermisse ich auch kein bisschen.

SUNDOWNER IM BUSCH

Es ist Tea Time in Gorah. Damit wird die Abendsafari auf höchst stilvolle Weise eingeläutet. Nach Keksen und Kuchen geht’s wieder rein in den Geländewagen  - und ins nächste Abenteuer. An uns ziehen Zebras und Antilopen vorbei, wir sehen Elefanten, hier und da taucht ein Schakal auf, und ein Erdmännchen lässt sich blicken. Dann kommt eine Meldung über Funk, dass ein Löwenmännchen, auf der Suche nach seiner Partnerin und seinem Nachwuchs, sich ganz in der Nähe aufhält. Wir entdecken ihn weit entfernt und warten darauf, dass sich der stattliche Kerl uns nähert. „Wir müssen nur Geduld haben. Er wird in unsere Richtung kommen.“, ist sich Corny sicher. Tatsächlich, der Löwe schlendert gemächlich auf uns zu,  geht an unserem Geländewagen vorbei und marschiert weiter ins Dickicht. Wir sind begeistert. Was für ein Erlebnis. 

Jetzt geht es gleich weiter zum Sundowner. Mitten in der afrikanischen Steppe nippen wir an unserem Wein und lassen die Löwen-Story nochmal genüsslich Revue passieren. Die Rückfahrt in der Dunkelheit ist ein Erlebnis. Über uns funkelt ein unglaublicher Sternenhimmel, sogar die Milchstraße lässt sich blicken. Ehrfürchtig lauschen wir den Geräuschen der Wildnis, dem Schnauben eines Büffels, dem Bellen einer Hyäne, dem Heulen eines Schakals. Was für eine Kulisse, was für ein Tag. Besser kann es gar nicht mehr werden. Genau so stelle ich mir mein „Jenseits von Afrika“ vor. 

Text: Petra Dietz


 NEWS:

LAST MINUTE SPECIAL:
INSIDE 7 DAYS

Angebot:

♦ Unterbringung in einem Luxuszelt

♦ Zwei Pirschfahrten pro Tag

♦ Vollpension

♦ Tea Time

♦ Alle nicht alkoholischen Getränke

♦ Angebotspreis: pro Person und Nacht ZAR 5,828 

 

Der genannte Preis gilt für Reservierungen innerhalb von 7 Tagen vor Anreisetermin.

Es gelten die allgemeinen Geschäftsbedingungen. Gültige NUR für Reservierungen, die über diesen Link getätigt werden

BOOKING

Gorah Elephant Camp

T: +27 (0) 42 235 1123/4
F: +27 (0) 42 235 1123/4
res@hunterhotels.com
www.gorah.com

P.O Box 239, Addo, 6105, South Africa
Gorah Elephant Camp, Addo Heights Road, Addo National Park, 6105,
Eastern Cape, South Africa

Fotos: © Hunter Hotels

GOOD TO KNOW


LAGE

Das Gorah Elephant Camp liegt im Herzen des Addo Nationalparks. Die private Konzession erstreckt sich auf über 5 000 Hektar. Der malariafreie Addo Elephant Nationalpark liegt  70 km nordöstlich der östlichen Kapküste von Port Elizabeth, hier ist auch der nächstgelegene große Flughafen.

FACILITIES

  • 11 luxuriöse, großzügige  Zelt-Suiten im Kolonialstil mit Dusche, Toilette, Deckenventilator und Veranda mit Sitzplätzen und Traumaussicht auf den afrikanischen Busch
  • Inkludiert: Frühstück, Mittagessen, Tea-Time und Abendessen sowie Snacks während der Pirschfahrten
  • kostenfreies W-LAN
  • Parkplatz vorhanden
  • Flughafentransfer gegen Gebühr
  • 2 Pirschfahrten (morgens und nachmittags/abends) in Begleitung eines erfahrenen Rangers sind im Preis enthalten

WELL-BEING & SPORT

  • Einen schön angelegten Pool mit Liegewiese, Garten und Sonnenliegen finden die Gäste in einem geschützten, eingezäunten Bereich
  • Das schönste Entspannungs-Treatment: Natur und Tiere beobachten!

DELICOUS

  • Morgens gibt es vor der ersten Pirschfahrt  Kaffee, Tee  und Leckereien, vor der zweiten wird die Tea Time zelebriert.
  • Das köstliche Frühstück und Mittagessen werden meist auf der Veranda mit Blick auf das Wasserloch vor dem Haupthaus eingenommen. Das exquisite Abendessen wird im eleganten Speisesaal bei Kerzenschein serviert.

MUST DO & MUST SEE

  • Man sollte jede freie Minute in diesem wundervollen Camp damit verbringen, die unglaubliche Tierwelt zu beobachten und zu genießen. Ständig tauchen andere  Tierarten am großen Wasserloch vor dem Manor House  auf, und man weiß nie, was gleich geschieht: Wie die Tiere interagieren, wie sie mit ihrem Nachwuchs im Wasser plantschen. Ein Anblick, den man nie wieder vergisst.
  • Das sollte man mitbringen: Kamera, Ferngläser, Sonnenschutz, Kopfbedeckung und warme Kleidung, im offenen Jeep kann es kühl werden. Ein Tierbestimmungsbuch ist kein Muss, macht aber Spaß.